Würdest du deinem sechsjährigen Kind morgens ein Glas Bier zum Frühstück hinstellen? Oder ihm einen Joint anbieten? Wahrscheinlich schüttelst du jetzt entsetzt den Kopf. Doch in unserer Gesellschaft tun wir täglich etwas Ähnliches: Wir füttern unsere Kinder (und uns selbst) mit Unmengen an Zucker – in Fruchtjoghurts, Bio-Müsli oder dem vermeintlich gesunden Orangensaft.
In dieser Folge sprechen Uli und Bernd darüber, warum Zucker die am meisten unterschätzte Droge unserer Zeit ist, wie er das Gehirn unserer Kinder beeinflusst und warum „Bio“ nicht automatisch „gesund“ bedeutet. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen des Stoffwechsels und erklären, warum der „Zappelphilipp“ oft einfach nur eine Zuckervergiftung hat.
Die Kernthemen der Folge:
Der fatale Vergleich: Warum Zucker im Körper eine ähnliche biologische Wirkung erzielt wie Kokain oder Alkohol.
Die Falle der „gesunden“ Alternativen: Warum Fruchtsäfte, Quetschies und überzüchtetes Obst oft mehr Schaden anrichten als wir denken (Stichwort: Fettleber bei Kindern).
Insulinresistenz & Gehirnentwicklung: Wie Zucker die Konzentrationsfähigkeit stört, Entzündungen im Gehirn fördert und sogar den Grundstein für Alzheimer legen kann.
Das Dopamin-Dilemma: Warum Zucker das Belohnungssystem abstumpft und Kinder (sowie Erwachsene) lethargisch und süchtig macht.
Geschmackssinne umprogrammieren: Wie ihr als Familie den Ausstieg aus der Zuckersucht schafft und warum Wasser und herzhafte Speisen die wahren Energielieferanten sind.
„Behandle Zucker wie eine harte Droge. Geh vielleicht erst mal selber in den Entzug und hör auf, dich selbst zu vergiften.“
Tipps für euren Alltag:
Zutatenlisten prüfen: Sucht nach Begriffen wie Fructose, Glucose oder Agavendicksaft – Zucker hat viele Namen!
Vorbild sein: Kinder folgen dem Weg, den die Eltern gehen. Werdet selbst zuckerfrei und erlebt, wie der Heißhunger verschwindet.
Radikaler Verzicht: Streicht flüssigen Zucker (Säfte, Smoothies) und versteckte Süßungsmittel in Saucen konsequent vom Speiseplan.